182. Etappe – Von Morcote über Porto Ceresio nach Brinzio weiter bis Robarello (Varese)

07. 02. 2018

Bin heute um 05:30 Uhr aufgestanden. Packe leise meine Sachen, mache mich für die Weiterreise fertig. Verlasse die Unterkunft gegen 06:30 Uhr und gehe zur Fähre, die gerade ankommt. Die Arbeiter steigen aus, frage auf der Fähre, ob ich mit nach Porto Ceresio fahren kann, ja, ich soll an Bord kommen. Wir legen ab, es ist vor 07:00 Uhr, gehe aufs Außendeck und verabschiede mich in Gedanken von der Schweiz, von Morcote und von meinen Gastgebern Sahra und Matti.

Um 7:00 Uhr erreichen wir Porto Ceresio. Die Anlegestelle ist direkt am Bahnhof, erstmal im Bahnhofcafe einen Kaffee trinken. Es ist noch dunkel. Starte die 1. Etappe in Italien. Gehe durch Porto Ceresio und suche den Einstieg. Die ersten Meter sind auf der Straße, dann ein schmaler Treppenaufgang zwischen den Häusern, anschließend bin ich auf einen Waldweg gegangen. Der Weg ist steinig und mit viel Laub bedeckt, ich muß vorsichtig laufen, das feuchte Laub auf den Steinen ist glatt. Folge dem Weg, der hier gut als E1 ausgeschildert ist. Porto Ceresio ist auf einer Höhe von 280 m, der Weg ist ansteigend bis auf eine Höhe von 1.100 m – auf einer Strecke von ca. 14 km.

Ab einer Höhe von 900 m gehe ich im Schnee. Auf meinem Weg im Schnee sehe ich einen Frosch, den ich auf einen schneefreien Platz setze, später sehe ich einen Feuersalamander im Schnee, den ich nicht versetze. Das Ende der Etappe habe ich in Brinzio gegen 15:25 Uhr erreicht, zu früh, um nicht noch die nächste Etappe zu beginnen. Mache eine Pause und starte um 15:45 Uhr mit der 2. Etappe von Brinzio nach Gavirate, mal sehen wie weit ich komme. Die Wegweiser führen mich aus dem Ort heraus zu einem Wanderweg und dann zu einem Waldweg. Der Waldweg ist ansteigend in einer Rinne mit großen Steinen die teilweise vom Laub bedeckt sind. Dann biegt der E1 im Wald nach links ab und ist wieder eine Rinne in der mehr große Steine und Laub liegt und steil nach oben führt.

Fast oben biegt der Weg rechts ab und wird ein schmaler Wanderweg der an einer Treppe endet. Der Treppenweg führt zu einer Aussichtsterrasse und weiter zum Gipfel. Auf dem schmalen Weg kam mir ein junger Mann entgegen, den fragte ich, ob es dort Unterkünfte gibt. Ein B & B und ein Hotel sagte er. Oben angekommen sah ich das Hotel Grande Albergo ist geschlossen. Auf der suche nach dem B & B irrte ich etwas herum, fand dann ein Lokal und fragte nach dem Quartier. Hier oben kennt er keine Unterkünfte sagte der Wirt. Half mir dann die Unterkunft Villa Adriana im Vorort Robarello von Varese zu buchen und ein Freund brachte mich dort hin, da er nach Varese fuhr.

In Morcote

06. 02. 2018

Bin heute Morgen vor meinen Gastgebern aufgestanden. Habe den Ofen, den ich gestern Abend ausgemacht hatte, angemacht damit es warm wird in der Wohnung. Habe den Tisch gedeckt und bin  frisches Brot einkaufen gegangen. Als ich zurück kam waren meine Gastgeber aufgestanden. Wir frühstückten zusammen, besprachen wie ich am besten nach Porto Ceresio kommen könnte und räumten die Küche auf. Morgen fährt meine Gastgeberin nach Varese in Italien und wird mich mitnehmen. Dann kann ich mit dem Bus nach Port Ceresio fahren und auf den E1 weiter wandern. Das Wetter soll morgen auch wieder besser werden. Freue mich auf das Weiterwandern habe mich jetzt lange genug ausgeruht, es war schön hier. Der Abend wurde unter Freunden gegen 01:30 Uhr beendet. Bei der geselligen Runde kam meine Weiterreise zur Sprache. Gegen 07:00 Uhr kommt die Fähre mit den Arbeitern und fährt dann zurück nach Porto Ceresio, ich sollte trotz der Info im Touristenbüro zur Fähre gehen, die würden mich mitnehmen ist die Meinung. Komme zu dem Entschluss es zu probieren, verabschiede mich von Matti. Meinen Wecker stelle ich auf 05:30 Uhr.
Genügend Zeit um morgen Früh meine Sachen zu packen und die Fähre zu erreichen.

In Morcote

05. 02. 2018

Bin hier gestrandet, muss über den See nach Porto Ceresio. Es fahren noch keine Fähren nach Italien.
Die einzigen Boote die fahren, bringen italienische Arbeiter nach Porto Ceresio. Habe mich bei der freundlichen Dame von der Information erkundigt, die die telefonische Auskunft bekam, „dass Touristen nicht mitgenommen werden“. Nun muss ich mal sehen wie ich weiter komme. Das Wetter ist schlechter geworden, hier unten regnet es, die Bergspitzen sind weiß geworden, es ist kalt. Matti bietet mir an das ich noch bleiben kann, was ich gerne annehme. Bleibe noch eine weitere Nacht in Morcote.

181. Etappe – Von Tesserete über Lugano bis Morcote

04. 02. 2018

Um 10:00 Uhr starte ich, verlasse das Hotel Stazione in dem ich sehr freundlich aufgenommen wurde.  Es ist direkt oberhalb an der Busstation.
Eröffnet wurde es 1930 von der Großmutter des jetzigen Inhabers. In einem Gespräch, in dem ich meinen weiteren Weg genannt hatte, erzählt mir der Chef des Hauses vom Abstieg nach Morcote mit den vielen Stufen. Der Weg beginnt leicht ansteigenden von 410 m bis auf 700 m dann geht es leicht aber stetig bergab nach Lugano bis auf 250 m.

Um 13:00 Uhr habe ich Lugano erreicht. Am Seeufer mache ich eine kurze Pause, die Sonne lädt dazu ein, es ist aber kalt. Es geht weiter am Seeufer entlang, dann in Paradiso biege ich rechts ab und der Aufstieg beginnt.

Als erstes direkt steil nach oben, ein schmaler Wanderweg, ab und zu mit Stufen, direkt neben der Bahn mit der man auch nach oben fahren könnte. Bei ca. 800 m mache ich eine Pause, hatte gedacht, dass ich oben bin.  Es geht noch weiter auf dem schmalen, manchmal mit sehr hohen Stufen, Wanderweg bergauf bis auf 900 m zur Bergstation der Bahn. Nun geht’s wieder bergab auf einem Wanderweg mit Stufen, Geröll und Schotter.

Bis nach Ciona auf 600 m weiter nach Carona, dann steigt der Weg wieder leicht an, bis auf eine Höhe von 700 m. Ein schöner Waldweg bis zu einer großen Wiese. Nun beginnt der Abstieg nach Morcote über einen unendlichen Treppenwege bis auf 250 m Höhe mit einer Länge von ca. 3 km. Das Ende des Treppenabgang in Morcote habe ich gegen 18:15 Uhr erreicht. Eine Unterkunft habe ich bei Matti bekommen. In einem Souvenir Laden hatte ich nach einer Unterkunft gefragt, die Dame sagte, es ist noch Winterpause und die Hotels sind noch geschlossen, sie hilft mir ein Zimmer zu bekommen und ruft bei B & B Roba da Matti an 0041 91 9802509 an.
Matti kommt und holt mich ab.

180. Etappe – Von Bellinzona bis Tesserete

03. 02. 2018

Starte gegen 10:00 Uhr, verlasse Bellinzona so wie ich hereingekommen bin, über eine lange Fußgängerbrücke, bis zum Hochwasserdamm des Flusses Ticino gewandert. Auf dem Damm gehe ich ca. 7 km nach Giubiasco.  Gehe durch den Ort bis nach Camorino, danach beginnt der 1. Aufstieg. Um ca. 12:00 Uhr beginne ich mit dem Aufstieg und bin nach ca. 2 Stunden oben auf eine Höhe von etwa 1.000 m angekommen. Es ist teilweise ein schmaler, an einem Hang im Wald geführter Wanderweg. Auf dem Wanderweg liegt sehr viel Laub und man kann an manchen Stellen nicht sehen wohin man tritt. Gestartet bin ich auf ca. 200 m Höhe, nun geht es wieder runter auf ca. 640 m nach Isone und wieder aufwärts bis über 1.000 m bis Conda. Nun geht’s wieder abwärts bis nach Tesserete. Abgesehen von ein paar kleinen Ortschaften ist es größtenteils ein schmaler Wanderweg durch den Wald. Auf dieser Etappe bin ich 1.617 m aufgestiegen und 1.324 m abgestiegen. Gegen 19:30 Uhr war ich am Ende der Etappe angekommen. Eine gute preiswerte Unterkunft habe ich im Hotel Stazione bekommen.
Man hat mich sehr freundlich aufgenommen und ich habe nette Menschen getroffen.

179. Etappe – Von Göschenen über Biasca bis Bellinzona

02. 02. 2018

Über den Gotthardpass zu laufen ist bei der Schneelage nicht möglich, die Wege sind nicht zu erkennen.
Es ist Lawinengefahr. Man rät mir bis Bellinzona mit dem Zug zu fahren. Das möchte ich aber nicht, schaue mir die Karte an, gehe ins Internet, wie wird das Wetter.
Ich muss auf die andere Seite des Passes kommen. Nun gut, wieder mal ein Kompromiss mit mir selber, fahre mit dem Zug bis nach Biasca und dann weiterwandern.
Auf der Fahrt, sehe ich viel Schnee, keine Wege zu erkennen Airolar -5 Grad um 10:15 Uhr. Habe jetzt in der Schweiz 3 Etappen ausgelassen.

Um 10:55 Uhr bin ich in Biasca, gehe zum Etappenbeginn. Der Weg ist am Bahnhof ausgeschildert und führt aus dem Ort zum Ticino einem Fluss.
Auf dem Hochwasserdamm ist der Wanderweg. Ein befestigter Weg der gut zu laufen ist. Es geht so bis Bellinzona.

Ich gehe zur DJH und möchte da ein Quartier für die Nacht. Die DJH ist bis zum 01.03.2018 geschlossen.
Suche mir mit Hilfe meines Handys und kalten Fingern ein preiswertes Quartier.
Das was ich von Bellinzona sehe ist interessant, wird mit ihren Burgen eine schöne Stadt sein.

178. Etappe – Von Göschenen bis Andermatt

01. 02. 2018

Habe um 08:00 Uhr gefrühstückt. Schneefall ist vorausgesagt, sehe noch nichts davon. Mache mich fertig für die Wanderung nach Andermatt, möchte zum Ende der Etappe wandern.
Man hat mir gesagt, dass viel Schnee auf dem Wanderweg liegt. Wandere ohne meinen Rucksack.
Beginne die Wanderung um ca. 10:00 Uhr, es fängt leicht an zu schneien.
Gehe den Wanderweg. Der Schnee auf den ich trete ist fest, sinke nur selten ein, dann behindert ein Lawinenabgang mein weiterkommen, sehe nicht wo der Weg hinter der Lawine weiter geht.
Über den Lawinenabgang gehe ich vorsichtig und langsam und finde auf der anderen Seite den Wanderweg, folge ihm bis der Schnee ein weiterkommen unmöglich macht.
Nun gehe ich auf der Straße weiter. Ein Gehweg ist teilweise vorhanden. Gegen 11:30 Uhr erreiche ich Andermatt im starken Schneefall.
Gehe ins Bahnhofsrestaurant und trinke einen Glühwein. Zurück werde ich mit der Bahn fahren.
Fahre die eine Station nach Göschenen mit der Bahn. Gehe ins Hotel und bereite meine Sachen für morgen vor.

177. Etappe – Von Attinghausen über Amsteg bis Göschenen

31. 01. 2018

Starte die heutige Wanderung um 09:45 Uhr. Der Wanderweg verläuft immer an der Reuss entlang, mal rauf und dann wieder runter, teilweise mit Stufen, manchmal wechselt er die Seite über eine Brücke mit Gitterrost. Bin gegen 12:10 Uhr  am Ende der Etappe in Amsteg angekommen. Mache hier eine kurze Pause. Um 12:30 Uhr gehe ich weiter, zu erst durch den Ort dann weiter über einen stetig ansteigend, gut befestigten Feldweg.
Kreuze die Autobahn mehrfach ohne, dass es auffällt, bin weit unterhalb. Wandere auch einen großen Teil an den Eisenbahnschienen entlang. Muss auch  zwei mal über Lawinenabgänge steigen. War nicht so einfach wie es sich anhört, vereiste Flächen auf denen die Sohlen keinen Halt finden. Es ist eine schöne,  interessante und abwechslungsreiche Strecke.

Bin in Göschenen angekommen gegen ca. 18:00 Uhr frage eine Passantin nach einer Unterkunft hier im Ort.
Die schickt mich zum Hotel Krone. Gehe da hin, alle Zimmer sind belegt, dann ist noch das Hotel Gotthard, welches geöffnet hat. Zimmer mit Frühstück für 80,00 SF incl. Frühstück. Ich muß es nehmen und das für zwei Nächte. Morgen ist schlechtes Wetter angesagt. Zum essen gehe ich zurück zum Hotel Krone, das einzige Restaurant was im Ort geöffnet hat. Es sind viele Deutsche hier im Hotel. Hier fühle ich mich wohl.

176. Etappe – Von Brunnen über Flüelen bis Attinghausen

30. 01. 2018

Starte bei blauen Himmel und Sonnenschein gegen 10:15 Uhr. Von meiner Unterkunft gehe ich zum Beginn der Etappe, die mitten im Ort ist. Es beginnt mit Treppensteigen nach oben, dann ein Waldweg auch weiter nach oben teilweise mit Stufen und weiter auf einem geteerten Weg zwischen den Feldern. Auf der Karte sieht die Strecke recht einfach aus, immer schön am See entlang, das täuscht.

Gegen 12:00 Uhr war ich von ca. 420 m oben auf 800 m. Der Weg führt oberhalb des Vierwaldstättersee am Ufer entlang, mal bergauf und dann wieder bergab. Bei den heutigen Wetterbedingungen hatte ich eine wunderschöne Aussicht über den See mit der atemberaubenden Bergkulissen. Hätte es mir auch einfacher machen können, mit dem Boot nach Flüelen, aber ich wandere. Der Weg von Flüelen nach Attinghausen ist gerade und eben, auf dem Schutzwall des Flusses Reuss entlang. Bekomme ein preiswertes Zimmer im Hotel Krone in Attinghausen. Diese Tour habe ich in Gedanken an meine Frau gemacht, die ich Ende Mai am Ende meiner Wanderung in Sizilien treffen werde.

175. Etappe – Von Einsiedeln bis Brunnen am Vierwaldstättersee

29. 01. 2018

Der Himmel ist blau, die Sonne scheint und es ist kühl. Gutes Wetter zum wandern.

Starte um 10:30 Uhr am Sihlsee.

Der Weg verläuft von Einsiedeln bis hinter dem Ort Alpthal, relativ eben dem Tal entlang, auf einer Höhe von 900 m bis 1.000 m. Dann überschreite ich die Straße um dem Verlauf des E1 zu folgen und muss im Schnee steil nach oben. Auf halber Höhe treffe ich ein Paar das von der anderen Seite kommt und auch noch höher will. Sie geben mir einen heißen Tee aus ihrer Thermoskanne, sagen mir, dass es so weiter geht und ich die Skipisten kreuzen muss und dann geht es nur noch steil bergab. Wie der Zustand des Weges ist wissen sie nicht, im Sommer ist er schon nicht einfach. Ich gehe los und warte auf das was folgt. Komme gut bis zum Haggenegg auf 1.400 m Höhe, mache eine kurze Pause. Bin jetzt direkt unten an dem Großen und Kleinen Mythen. Frage eine Frau die gerade den Weg, den ich herunter möchte, nach oben kommt, ob er begehbar ist. Sie sagt, „es geht schon, man sinkt aber manchmal bis zu den Waden ein“. Okay ich gehe den schneebedeckten Wanderweg herunter.
Es ist schwieriger als ich erwartet hatte. Sinke oft bis zum Knie in den Schnee ein. Erreiche die Stadt Schwyz auf einer Höhe von ca. 500 m dort gibt es ein Backpacker Hotel.
Es ist noch zu früh um aufzuhören, ich gehe weiter bis Brunnen am Vierwaldstättersee. Bin Heute ca. 1.000 m bergauf und ca. 1.400 m bergab auf einer Strecke von ca. 29 km.
Bin ausgepowert und glücklich mein Ende der Etappe auf ca. 400 m erreicht zu haben.
Angekommen bin ich um 17:45 Uhr und bekomme ein preiswertes Quartier
bei Frau E. Truttmann Tel. 0041 820 40 13 in Brunnen.

In Einsiedeln

28. 01. 2018

Gestern wurde ich von der Teufelsbrücke bzw. dem Geburtshaus von Paracelsus zu meiner Unterkunft gefahren. Das sind ca. 6 km gewesen. Während der Fahrt wurde mir einiges über die Gegend von Einsiedeln erzählt und soweit im Dunklen möglich, gezeigt. Das machte mich neugierig. Heute ist Sonntag und ich beginne mit meiner Wanderung an dem Etappenende, am Kloster. Gehe den E1 in Richtung Teufelsbrücke, über Feldwege, kann mir die nähere Umgebung und die Bergkulisse ansehen. Gehe bis zur Teufelsbrücke, trinke in der Gaststätte ein Bier, sage noch einmal danke und gehe den Weg zurück zu meiner Unterkunft im SJBZ. Es ist ein ganz anderes Panorama was sich mir jetzt zeigt. Die Berge sind gigantisch. Ich denke daran, das ich Morgen in diese Richtung über die Berge nach Italien gehen werde.