34. Etappe – Von Nedalshytta bis Stugudal / Vaektarstua

13. 07. 2017

In der Hytta gibt es um 08:000 Uhr ein Frühstück. Es ist kaum jemand da. Frühstücke mit dem Paar das gestern vor mir den gleichen Weg gelaufen ist. Die kommen aus Finnland und erzählen, dass sie dreimal die Schuhe ausgezogen haben und, dass sie auch mit dem älteren Herrn, der frustriert die Wanderung abgebrochen hat, gesprochen haben. Sie setzen ihre Wanderung nach Schweden fort.

Nunweiter auf dem E1 in der Hoffnung, dass die Flüsse Übergänge haben. Ich will weiter nach Stugudal.
Einen Wegweiser nach Stugudal gibt es nicht, es ist der Wegweiser nach „Vaektarstua“, dem man folgen muss. Der Weg geht über den Parkplatz in einen Wald aus Krüppelbirken oberhalb eines Sees. Bin ca. 1 Stunde diesem Weg gefolgt. Hatte vorher noch gefragt, ob auf der Strecke Flüsse fließen, da hieß es nein, aber die Straße wäre sicherer. Dann ein Fluss tief und mit starker Strömung. Frustriert drehe ich um. Suche am Ufer noch die Möglichkeit auf die andere Seite zu kommen, keine Chance. Dann gehe ich paralell zum E1 auf der Straße nach Stugudal. Es ist stürmisch, starker Wind mal von der Seite und mal  von vorne. Die Strecke geht bergauf.

Komme nur langsam vorwärts. Verfolge mit den Augen den Verlauf des E1. In Stugudal angekommen, gehe ich erstmal einkaufen für die kommende Tage auf den Hütten. Dann gehe ich zur Unterkunft. Das ist ein Hotel mit dazugehörigen Hyttas, man muss aber danach fragen, sonst bekommt man ein teures Hotelzimmer.
Die Hytta sind einfach ausgestattet, Betten, Kühlschrank und Heizung. Die Dusche und das Klo befindet sich im Nachbarhaus. Frühstücken kann man im Hotel.

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33. Etappe – Von Storerikvollen bis Nedalshytta

12. 07. 2017

Es regnet, hat gestern angefangen und nicht mehr aufgehört. Habe keine Lust die Hütte zu verlassen und in dem Regen meinen Weg fortzusetzen zur Nedalshytta. Weiß ja nicht was mich so erwarte. Nun ich starte, denke es kann ja nur besser werden. Der Weg verläuft zu Beginn am See entlang, nasser Boden. Der Vorteil, dass es regnet, keine Mücken. Der Nachteil, der Wasserstand in den Flüssen steigt. Auf dem Weg kommen mir zwei Frauen entgegen und erzählen, dass dort ein Fluss auf dem Weg zu überqueren ist, und sie nasse Schuhe haben. Ein älterer Mann mit zwei Jugendlichen folgte ihnen, als er uns erreichte, sagte er nichts und die Jugendlichen sahen sehr enttäuscht aus. Dann kommt der Bach der den See speist. Ich suche einen Übergang, laufe flußaufwärts und flußabwärts, keinen gefunden.

Dann suche ich eine günstige Stelle an der ich durch den Fluss laufen kann. Kleine Steine schmerzen an der Fußsohle die Strömung ist stark, das Wasser reicht bis zu den Knien. Schuhe sind auf dem anderen Ufer, nun den Rucksack holen. Also das gleiche noch einmal. Habe kalte Füße und nasse Strümpfe, die in nasse Schuhe müssen. Der Weg ist gekennzeichnet mit dem „T“ und führt weiter. Fluchte über mich selbst, soviel Zeit mit der Suche eines Überganges vertan zu haben. Es geht weiter und es regnet.

Dann kommt ein weiterer Bach, der Wasserspiegel ist höher. Ich suche wieder eine günstige Stelle um auf die andere Seite zu kommen. Suche nicht lange, muss die Schuhe wieder ausziehen. Dann fällt mir ein, dass ich Badeschuhe dabei habe, und ziehe diese an. Nun alles auf einmal ans andere Ufer. Die Strömung ist stärker, nur nicht ausrutschen, immer auf einen sicheren Stand achten. Habe es geschafft. Der Regen lässt etwas nach. Der Weg ist weiterhin gut gekennzeichnet. Dann der dritte Fluss, ist ja klasse wieder kein Übergang auf dem Weg, suche eine Furt und habe diesmal Glück flussaufwärts ist es möglich die andere Seite zu erreichen ohne die Schuhe auszuziehen.

Um die Hytta zu erreichen muss man den Berg herunter. Damit es leichter ist, hat man dort einen Abhang gebaut. Sehr schön. Komme um ca. 23.00 Uhr an der Unterkunft an, schaue auf Thermometer es ist 5 Grad plus. Finde in einem separaten Haus, das leer ist ein freies Bett. Mache die Heizung an und lege mich ins Bett.

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