241. Etappe – Von Malvagna bis Farm Holidays San Marco in der Nähe von Rovittello

04. 05. 2018

Habe die gute Unterkunft „L Arco dei Sogni„ (Der Bogen der Träume) gegen 10:00 Uhr nach einem sehr guten Frühstück verlassen und ging weiter auf den E 1 nach Süden. Die Reitergruppe hatte vor mir die Unterkunft verlassen. Mit Francesco, dem Besitzer der Farm Holidays San Marco, am Morgen abgesprochen das ich heute Nacht bei ihm ein Quartier habe.

Die Unterkunft ist direkt am E 1 und was ich später erst gesehen habe dort auch genannt, was Francesco auch nicht wusste. Der Weg heute sah einfach aus, zuerst bis Mojo Alcantara auf der Straße, nach dem Ort auf einer Landstraße an ein paar alten Häusern und Feldern vorbei bis zu einem Fluss, der ein tiefes Bett in den Fels geschnitten hat. Man sollte am Fluss entlang laufen, dies war nicht möglich, da der Weg an einer Stelle zugewachsen war. Ich musste mir einen Weg zwischen Kleingärten suchen um den zugewachsen Weg zu umgehen. Kam dann wieder an den Fluss und folgte dem Wanderweg bis zur Brücke.

Musste jetzt ein paar Meter bis zur Rechtskurve auf der Straße laufen, den Weg nach den Koordinaten gibt es nicht. In der Kurve bin ich dann links auf einen Wanderweg nach Castiglione di Sicilia abgebogen. Den Beginn musste ich aber erst suchen. Es ging steil, auf einen schmalen Pfad nach oben. An einigen Stellen war der Weg als E 1 gekennzeichnet und auch auf besondere Art versperrt. Oben endete der Pfad im alten Teil des Ortes. Der Weg ging weiter auf der Straße durch den Ort und führte mich nach oben auf die andere Seite. Von dieser Seite hatte ich einen schönen Blick auf den Ort.

Auf einen Wanderweg im Wald führten mich die Koordinaten dann weiter bis ich abgebogen bin um die Farm Holidays San Marco nach ein paar Meter zu erreichen. Dort erwartet man mich schon.
Die Reitergruppe aus Frankreich war auch noch da.

240. Etappe – Von Argimusco bis Malvagna

03. 05. 2018

Nach der zweiten stürmischen Nacht mit Regen um kurz nach 07:30 Uhr das Zelt verlassen um nach dem Wetter zu schauen. Die Sonne schien aus einem blauen, wolkenfreien Feld, dunkele Wolken waren auf der anderen Seite die von starken Winden herübergetrieben wurden. Das Zelt war durch den Wind etwas getrocknet, also packte ich schnell meine Sachen zusammen und machte mich auf dem Weg. Die heutige Strecke ging als erstes noch etwas bergauf bis auf eine Höhe von ca. 1.300 m. Verlief auf Wanderwege und alten Straßen. Es war eine gut zu laufende Strecke. Da ich in den letzten Nächten wenig geschlafen hatte und in Malvagna ankam fragte ich einen Mann, der gerade dabei war einige Pferde zu versorgen, nach einem Quartier. Er verwies mich an dem neben ihm stehenden Mann, dieser bat mich zur Unterkunft mitzukommen. Ein weiterer Mann kam noch dazu als er bemerkte, dass die Verständigung etwas schwer war. Ich ging mit dem einen Mann zur Unterkunft L Arco dei Sogni, der dritte Mann kam hinterher und übersetze. Es war Francesco der mir bei dem Gespräch sehr behilflich war. Ich bekam ein schönes Zimmer unter dem Dach,  duschte und zog mir frische Kleidung an. Ich ging herunter und kam an der Küche / Speiseraum vorbei. An einem großen Tisch saß eine Gruppe aus Frankreich, sie waren am essen. Es waren die Reiter. Francesco sah mich und lud mich ein am essen teilzunehmen. Während dem ich aß erzählte ich, nachdem man mich gefragt hatte, über die Verwirklichung meines Traumes. Als ich über den weiteren Verlauf des Weges sprach sagte Francesco, das ich bei ihm an der Farm vorbei wandern würde. Ich schaute mir das genauer an und sagte ihm „morgen bin ich bei dir“. Nach dem Essen und Trinken ging ich mir den Ort noch anschauen und traf dabei den Mann wieder der mich zur Unterkunft gebracht hatte. Er zeigte mir seine Tiere und lud mich zu einem Kaffee ein. Zum Abendessen bin ich dann zurück zur Unterkunft. Es gab ein hervorragendes Menü an der großen Tafel. Bin dann früh ins Bett, hatte die letzten zwei Nächte ja schlecht geschlafen.

Am Argimusco

02. 05. 2018

Nach einer stürmischen, nassen Nacht und wenig Schlaf, war es am Morgen etwas ruhiger. Der Wind in der Nacht war so stark, dass die Heringe aus dem Boden gerissen wurden. Hatte die Heringe neu eingeschlagen und mich dann wieder hingelegt um noch etwas zu schlafen. Hatte mit schönem Wetter, was der Morgen versprach gerechnet, aber es kam anders. Wurde vom Regen der auf das Zelt trommelte und vom starkem Wind der gegen die Zeltwand drückte geweckt. Ich blieb liegen, bei dem Wetter die Sachen packen und weiter laufen hat keinen Sinn. Also eine weitere Nacht am Argimusco, die genauso stürmisch und nass war wie die erste.

239. Etappe – Von Evangelisti rubino bis Argimusco

01. 05. 2018

Nach dem ich einen Kaffee getrunken und meine Sachen wieder in den Rucksack gepackt hatte ging die Reise weiter. Heute habe ich Argimusco, den Anfang des in hiking ausgewiesenen E 1 erreicht. Den Weg den ich gegangen bin, verlief auf der Straße aus dem Ort heraus, auf einem Feldweg am Fluss entlang und wieder auf die Straße nach San Basilio. In San Basilio wies mir das Navi eine Strecke aus auf die ich drei Frauen traf die mir sagten, dass ich einen anderen Weg gehen muss, da der Weg gesperrt ist. Sie zeigen mir den anderen Weg.
Es ging immer stetig bergauf, mal auf Feldwege, Waldwege und Straße. Habe mein Ziel Argimusco auf einer Höhe von ca. 1.200 m in der Abenddämmerung erreicht und das Zelt bei starkem Wind aufgebaut. Als es stand fing es auch noch an zu regnen. Bin Heute ca. 35 km gelaufen mit ca. 1.670 m Aufstieg und ca. 1.100 m Abstieg und war ca. 10 Stunden unterwegs.

238. Etappe – Von Posto Leoni bis Evangelisti rubino

30. 04. 2018

Bin am Morgen durch Motorengeräusche aufgewacht. Ein Wagen war auf das abgeschlossene Gelände des Picknickplatzes, für Fußgänger zugänglich, gefahren. Aus dem Kamin eines Nachbargebäudes stieg Rauch auf, es wurde dort gegrillt. Ich packte, nach dem Frühstück, gemütlich meine Sachen zusammen. Und verließ gegen 12:00 Uhr den schönen Platz.

Ich war auf einer Höhe von ca. 1.000 m musste etwas ansteigen und dann ging der Weg Heute fast nur noch abwärts bis auf eine Höhe von ca. 540 m. Der Weg verläuft durch ein Gebiet mit einigen Windkrafträder. In diesem Gebiet ließ ein Schäfer seine Schafe und Ziegen weiden. Der Schäfer saß im Auto und beobachtete seine Tiere. Ich ging daran vorbei und grüßte, er erwiderte freundlich meinen Gruß. Es gab zwei Wege an dieser Stelle, einen nach oben und einen nach unten. Der Weg nach unten wuchs langsam zu. Nach meiner Navigation war das der Weg den ich gehen musste. Als ich das machen wollte, machte mich der Schäfer darauf aufmerksam, dass der Weg nicht begehbar wäre, ich soll den oberen nehme.

Ich begann der oberen Weg zu laufen, stellte aber fest, dass der mich zu weit von meinem Ziel führen würde und drehte wieder um, um doch den unteren zu gehen. Der Schäfer der an mir vorbei gefahren war sah das und rief mich zu sich. Ich ging also zu ihm die Straße nach oben. Er sprach italienisch und versuchte mir etwas zu erklären. Ich verstand es nicht. Dann zeigte er mir das ich meinen Rucksack ins Auto legen soll, er fährt mich nach unten.

Er fuhr den Weg den ich nicht gehen sollte. Mit seinem Rover fährt er leicht den zugewachsen mit vorhandenen tiefen Rinnen versehenen Weg abwärts. Fragt mich dann ob ich ein Bier möchte und hält vor einem Stall an. Ein großer Hund begrüßt uns, Hühner laufen herum, er gibt mir ein Bier aus einer Badewanne, holt ein Stück frischen Käse und Brot und wir essen und trinken etwas. Das Stück Käse war so groß, das wir es nicht alles essen konnten. Den Rest packte er mir ein. Nach der Pause fuhren wir dann weiter. Er sagte mir das der Hund, wenn ich alleine wäre nicht vorbei gelassen hätte und man den Weg deshalb nicht gehen kann. Er fuhr mich bis kurz vor dem Ort.

Die letzten Meter bin ich dann wieder gelaufen. Das erste Agriturismo ist ein Flüchtlingsheim. Keine Bett für mich vorhanden. Im Ort wurde mir eine Ferienwohnung für 50,00 € angeboten, zu teuer für mich für eine Nacht. Dann bekam ich für eine Nacht in einem anderen Flüchtlingsheim eine Unterkunft. Danke für die freundliche Aufnahme im Heim.

237. Etappe – Von Agriturismo Rumano bis Posto Leoni

29. 04. 2018

Heute war ich erst gegen 13:00 Uhr gestartet. Die Inhaberin der Unterkunft hatte mir gesagt, nach dem ich ihr die Strecke gezeigt hatte die ich wandern wollte, dass ihr Bruder mich zum Beginn des Wanderweges fährt, der Anfang ist nur schwer zu finden. Ich hatte gewartet bis der Bruder für die Fahrt fertig war. Er fuhr mich zum Beginn des Wanderweges in die Berge. Den Einstieg hätte ich wirklich übersehen, zumal da noch ein Hinweisschild „Privat“ angebracht ist. Es ging auf einen schmalen, halb zugewachsen Wanderweg aufwärts. Von ca. 500 m Höhe bin ich schön stetig ansteigend auf kappe 1.200 m Höhe auf einer Länge von ca. 4 km gewandert.  Danach ging es etwas abwärts bis auf knapp über 1.000 m Höhe. Die Wanderung war schön, das Wetter passte auch. Bin an einen etwas ungepflegten Rastplatz vorbei gekommen, der an einem sehr schönen Platz errichtet war. Musste über einen Grad laufen und hatte eine wunderbare Aussicht in die umliegende Berglandschaft. Dann habe ich den Rastplatz gesehen auf dem ich es mir für die Nacht gemütlich gemacht hatte. Es waren Grillplätze und fließendes Wasser vorhanden. Ich war alleine. Hatte mein Zelt aufgebaut und es mir für die Nacht gemütlich gemacht.

236. Etappe – Von dem offenen Haus bis Agriturismo Casale Rumano

28. 04. 2018

War heute in den Bergen unterwegs. Hatte den Weg von oben gesehen. Die Richtung stand fest, immer nach Süden. Bin alleine auf Geröllwege in den Bergen unterwegs. Eine Kennzeichnung, Wegweiser, gibt es keine. Als ich oben in den Bergen war sah ich die beiden Küsten von Sizilien. Bin ca. 25 km gelaufen, es war ein auf und ab. Hatte mich umgeschaut um einen Platz für die Nacht zu finden. Ein Auto kam mir entgegen ich machte Platz und ließ es vorbei fahren. Ich ging weiter, laut Google sollte bald ein Agriturismo auf meinem Weg sein. Zwei Männer kamen auf einem Motorroller die in meiner Richtung fuhren, sie hielten an und fragten mich wohin ich gehe. Zur nächsten Unterkunft erklärte ich, sie sagten das sind noch einige Kilometer und fuhren weiter. Dann kam das Auto welches mir vorher entgegen gekommen war zurück. Der Fahrer hielt an, wir unterhielten uns und er sagte das er mich zum nächsten Agriturismo fährt. Ich stieg ein und er fuhr auf der Geröllwege mit vielen ausgespülte Rinnen zügig nach unten. Wir fuhren an den Rollerfahrern vorbei. Das Agriturismo kam und er zeigte mir das es geschlossene ist. Nach ein paar Metern hielt er an und sagte, ich müsste jetzt weiter laufen in ein paar Kilometer käme das nächste Agriturismo. Ich lief also weiter. Der Roller fuhr wieder an mir vorbei, diesmal nur mit dem Fahrer. Dann kam wieder ein Auto das hielt an, der Fahrer sagte das er mich zum Agriturismo fährt. Es war der Mitfahrer auf dem Roller. Er fuhr mich zur Unterkunft Agriturismo Casale Rumano in der, obwohl noch nicht geöffnet, ich ein Bett bekam. Es waren einige Kilometer die ich noch hätte laufen müssen. In der Unterkunft bekam ich noch ein gutes, reichhaltiges Abendessen.

235. Etappe – Von Cannitello über Messina bis zum offenen Haus Madonna di Dinnammare

27. 04. 2018

Meine Unterkunft in Cannitello um  10:30 Uhr verlassen, das Wetter ist gut. In Villa San Giovanni hatte ich die Fähre nach Sizilien genommen. Als ich in Messina nach einer kurzen Überfahrt angekommen war habe ich in verschiedenen Geschäften versucht eine Straßenkarte von Sizilien zu kaufen, es gab keine. Am Taxistand hatte ich gefragt wo das Touristeninformationsbüro ist. In der Hoffnung dort eine Karte zu bekommen. Auch dort gab es keine Straßenkarte von Sizilien. Die Mittarbeiter waren sehr hilfreich als ich ihnen vom Fernwanderweg E 1, der durch Messina bis nach Capo Passero verläuft, erzählt hatte. Ich zeigte Mario, dem Mitarbeiter des Infobüro, die Strecke des E 1. Mario spricht deutsch und erklärte mir wie ich auf den Weg komme. Ich bedanke mich bei Mario für ausgezeichnete Erklärung, habe den Weg gefunden. Am Abend war ich bei Madonna di Dinnammare. Der Weg ging aus der Stadt heraus, durch die Vororte von Messina und in den Wald und immer bergauf. Im Wald kam ich an einem Rastplatz vorbei, dort wurde gegessen und getrunken. Man forderte mich auf am Essen teilzunehmen. Ich setzte mich dazu und bekam reichlich zu essen und zu trinken. Bevor ich weiter zog packte man mir noch Brot, Wurst und Käse ein. Ich ging gut gerüstet weiter bis Madonna di Dinnammare. Hier oben hatte ich einen wunderbaren Blick auf Messina, das Meer und bis hinüber zum Festland.

In Cannitello

25. 04. 2018

Bin mal nach Villa San Giovanni, bis zum Hafen in dem die Fähren nach Messina ablegen, gelaufen. Hatte mich am Fahrkartenschalter erkundigt wann die Überfahrten erfolgen und zu welchem Preis. Die Fähren fahren regelmäßig und der Preis für eine einfache Überfahrt ist 2,50 €. Dann war ich noch einkaufen, Trockenobst für die Wanderung auf Sizilien. Bin ich gemütlich zurück gelaufen mit einer Pause am Strand. Der Strand ist so vermüllt das es mir keinen Spaß gemacht hat mich längere Zeit dort aufzuhalten. Auch hier am Strand das gleiche, überall liegen Plastikflaschen und anderer Müll.